Wir wollen zeigen, das Fußball nicht nur Fußball ist, sondern das "drumherum"auch interressant sein kann, sei es jetzt ein Stadion, eine Arena oder ein Sportplatz, ob überdacht oder nicht, die aktuelle Stadionwurst:-), das regionale Bier und die Stadt oder der Ort in dem das Spiel stattfindet kann auch interressant anzusehen sein, das alles ist Groundhopping!
Nach
zuletzt sehr mäßigen Hoppingwochen, sollte es über Pfingsten endlich
wieder ein paar Tage auf Tour gehen. Lediglich das Ziel war bis zuletzt
völlig unklar.
Zur
Debatte standen die Eifel, der Odenwald, das Elsass, Luxembourg oder
Südbaden. Die Wahl fiel kurz vor Abfahrt auf die zuletzt genannte
Region, dort durften wir auf besseres Wetter hoffen als im Rest von
Deutschland, denn der Wetterbericht versprach nichts gutes über
Pfingsten, aber zu Hause bleiben war keine Option.
Somit ist die Wahl kurzfristig auf den Campingplatz Baggersee Schuttern gefallen, diese sollten wir auch nicht bereuen....
Aus einer Bierlaune heraus planten der Lehrer und ich kurzfristig den
Trip zum Finale der Europa League in Istanbul. Solche Aktionen mit
diversen Bieren im Kopf, sind immer gefährlich für den Geldbeutel.
Da bucht man auch schon mal etwas das man nicht braucht, oder um
einiges billiger gegangen wäre. Aber Toi Toi Toi, es lief alles glatt
und wir hatten ein richtiges Schnäppchen gelandet, wie sich im
Nachhinein herausstellte.
Nach Manchester City bereits im Viertelfinale gegen den HSV aus dem
Wettbewerb geflogen war, stand auch fest dass es für das Finale gegen
Schachtar Donezk bezahlbare Tickets geben würde. Sogar der krasse
Gegenteil war der Fall, die Ticketpreise rasselten geradezu in den
Keller, wir bekamen im Vorfeld 2 Karten für die Gegengerade für 10 Euro
das Stück, regulär würden diese mit 60 Euro zu Buche schlagen.
Entspannt machten wir uns dienstags morgens auf zum Frankfurter
Flughafen, ich musste aber nur bis zum Lehrer in die Vorderpfalz. Von
dort aus hatte der umtriebige Pädagoge eine Mitfahrgelegenheit
organisiert, die erste Etappe ging mit seinem Nachbarn als Pilot bis
nach Frankenthal an eine Tankstelle. Von dort aus nahmen uns dann zwei
weitere Fußball Touristen aus Neustadt mit bis zum Airport, das sollte
sich aber am Ende der Tour als suboptimal herausstellen. Aber der Reihe
nach.
Im Terminal in Frankfurt genehmigten wir uns erst mal ein Paar Biere
bevor es mit Kranich Airline Richtung Bosporus ging. Im Flieger selbst
nutzten wir den Umstand der Gratisgetränke schamlos aus und legten in
gewohnt souveräner Manier nach.
Ein für alle angenehmer Flug endete ereignislos und Pünktlich auf dem Atatürk Flughafen in Istanbul.
Die Einreiseformalitäten waren zügig erledigt, somit waren wir
offiziell in die Türkei eingereist. Unvorbereitet wie wir wieder einmal
waren, mussten wir uns erstmal einen Überblick verschaffen. Wir
brauchten zuerst ein Transportmittel das uns zu unserem Hotel bringen
sollte. Mit etwas weniger Standgas wäre das auch sicherlich etwas besser
von der Hand gegangen, und wir hätten uns sicher für die
kostengünstigere Metro entschieden.
Aber wir wählten die weitaus kompliziertere Methode, und suchten uns ein Taxi.
Der Lehrer feilschte mit der Taxi Mafia auf Leben und Tod, und einigte
sich mit dem vermeintlichen Capo auf 20 Euro. Für die Entfernung
eigentlich ein Schnäppchen, aber entgegen den 1,50 Euro für die Metro
nicht konkurrenzfähig.
Aber dennoch fuhren wir mit dem bequemen Taxi Richtung City. Der Fahrer
bretterte wie ein gestörter durch die Straßen und Gassen von Istanbul,
einige Male kam der von mir zuvor Konsumierte Alkohol meinem Oberen
Ausgang gefährlich nahe.
Nur irgendwie fand der Knaller das Hotel nicht und ließ uns vor dem
Viertel wo er es vermutete, mit dem Hinweis dass es irgendwo hier sein
müsste, aus dem Wagen.
Nun wollte er sich natürlich nicht mit den 20 Euro begnügen und
forderte dann mal eben frech das Doppelte, was wir natürlich keineswegs
bereit waren zu zahlen. Nach zähen Verhandlungen und einem Telefonat gab
er dann nach und verschwand mit seinen 20 Euronen tobend in den
Straßenschluchten dieser beeindruckenden Stadt.
So rückte für uns nun die Suche nach unserer Unterkunft zurück in den
Fokus. Der erste Passant den wir befragten, konnte uns mitteilen dass
wir hier sogar richtig waren. Wir befanden uns allerdings auf der
Rückseite des Hotels in einer Parallelstraße, nach 2 weiteren Minuten
standen wir auf der richtigen Seite vor dem Eingang. Daneben befand sich
dann auch ein Kiosk wo wir uns als erstes mit heimischen Gerstensaft
eindeckten, der Flüssigkeitshaushalt will immer in Ordnung gehalten
werden.
Das Einchecken verlief erstaunlich unkompliziert, so dass wir nach
weiteren 5 Minuten in unserem Zimmer waren. Das Hotel erwies sich direkt
als absoluter Volltreffer, alles sehr sauber und top eingerichtet.
Darauf gönnten wir uns eines der frisch erworbenen Biere der Marke “Efes” und erholten uns ein wenig von den Reisestrapazen.
Am Nachmittag rafften wir uns zu einer Erkundungstour auf, schließlich
sollte auch die Kultur nicht zu kurz kommen auf unserem Trip.
Zuerst deckten wir uns beim Kiosk unseres Vertrauens mit Bier ein,
Schließlich musste der Flüssigkeitspegel, wie bereits erwähnt, auf einem
kontinuierlichen Niveau gehalten werden. Beim ersten genaueren
betrachten der Gegend wo wir Quartier bezogen hatten, bemerkte ich dass
wir anscheinend in dem für meine Wenigkeit standesgemäßen Installateur
Viertel gelandet waren. Überall wurden Toiletten und andere
Sanitärartikel feilgeboten, jeder Laden sah irgendwie gleich aus. In den
Straßen tummelten sich Heerscharen von Handwerkern mit Handkarren und
anderen abenteuerlichen Fortbewegungsmittel, hier hätten die Jungs der
BG ihre wahre Freude!
Eine Straße weiter fanden wir eine Metrostation, wir mussten uns aber zuerst mit dem Münzen System vertraut machen.
Für Jede Fahrt, egal wie viele Stationen wurde anscheinend eine Münze
Fällig, die bekam man an jedem Kiosk. Sehr geiles unkompliziertes
System. In Deutschland aber undenkbar, weil viel zu einfach.
Nachdem wir uns mit ausreichend Münzen eingedeckt fuhren wir in
Richtung Innenstadt, wo wir die Jungs treffen wollten die uns heute
Morgen zum Flughafen mitgenommen hatten.
Unten am Bosporus erspähten wir die Flutlichtmasten des Inönü Stadions
von Besiktas. Dieses liegt im Gleichnamigen Stadtteil in unmittelbarer
Nähe zum Bosporus.
Das Stadion ist ein richtiges Brett, von außen lässt es sich ganz gut
einsehen da direkt daneben eine Straße den Berg hinauf führt. Absolut
beeindruckend mit seinen steilen Tribünen.
Nach
mehreren Probeläufen stand
nun die erste längere Tour mit dem Wohnmobil an, diese drohte
aber wegen eines kurz vorher entdeckten Feuchtigkeitsschadens am Mobil
doch noch zu scheitern. Konnte aber durch eine überragende
Handwerkliche Meisterleistung meinerseits noch rechtzeitig
behoben werden, und es konnte so mit leichter Verzögerung losgehen.
Samstag 28.08.10
Bis
zur letzten Sekunde wurde
„Gerry“ bepackt, beladen und reisefertig gemacht, da es wegen
des erwähnten Schadens zum zeitlichen Verzug kam. Aber nun war es
vollbracht und ich musste nur noch auf meine
Freundin warten die bis 14 h arbeiten musste. Um 17 h war es
dann endlich soweit, und es ging auf die Bahn. Heute sollte es noch
soweit wie möglich Richtung Wörthersee gehen, was uns
reibungslos gelang. Das Mobil schnurrte gerade zu samt
Mopedanhänger über die Autobahn. Erste Gedanken auf Nachtruhe kamen in
Höhe der...
Die
Frau fürs Leben hatte ich nun gefunden, das war mir bei unserem
ersten Treffen bereits klar. Der Fussball an sich, war ihr auch nicht
fremd. Nur wie
erkläre ich es ihr schonend, bzw. vorsichtig, das es bei meinem
Hobby über den normalen Fussballfanatismus weit hinausgeht. Wir hatten
auch schon vor unserem ersten Treffen mal darüber
gesprochen, nur ich weiss das es für den Aussenstehenden erstmal
nicht zu verstehen ist was einem in dem Fall so antreibt. Ich bin mir
sicher, viele meiner Hopperkollegen hatten sicher auch
schon ein ähnliches Problem.
Nun gut, es Half alles nichts , ich musste
es ihr irgendwie nahe bringen.
Im
besten Fall könnte sie ja auch Gefallen daran finden, wovon ich aber zu
diesem Zeitpunkt noch nicht ausging. Ich dachte am besten kann man
etwas beurteilen was man
selbst erlebt hat. Also musste eine Frauen:-) taugliche
Anfängertour her. Diese darf weder extrem weit gehen, noch sollte sie
durch Doppler oder sonstiges gefährdet werden. Also musste ich
bei der Planung auch auf Spritpreisdrückende Mitfahrer
verzichten, an der Stelle noch mal sorry Sven. Auch beim Hotel durfte ich da ganz sicher nicht sparen....
Wer kennt das nicht? Das ganze Jahr über kümmert es keinen wie es
einem geht, aber an Weihnachten kommt die ganze Bucklige Verwandtschaft
aus ihren Löchern gekrochen um einem auf den Wecker zu
gehen? Um dann ganz nebenbei Geschenke abzustecken und um über
irgendwelche Dummen Dauerthemen letztendlich in Streit zu geraten, der
dann frühestens bis zum nächsten Weihnachtsfest beigelegt
ist.
Gott sei Dank rollt auch über die Weihnachtsfeiertage der Ball, und
somit ging es fast schon Traditionell am 2. Weihnachtsfeiertag nach
Belgien zum Fußball. Dieses Jahr fanden sich sogar noch ein
paar Weihnachtsmüde Mitfahrer.
Der Resturlaub meiner Freundin musste weg, was bietet sich da mehr an als eine Hoppingtour nach Belgien. Ursprünglich
war gepant mit dem Wohnwagen zu fahren, aber ob der zu erwartenden
Temperaturen und der schlechten Witterung, hatten wir keine Lust auf
eine Schlammschlacht in den Ardennen. So entschieden wir uns zu einer Tour mit dem Kleinwagen...